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Arbeitsgemeinschaft Influenza
Willkommen auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Instituts. Hier finden Sie aktuelle und fundierte Informationen zur Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in Deutschland, wie der Influenza und anderen durch virale Erreger ausgelösten Atemwegsinfektionen. Weitere Informationen zur Aktivität von akuten respiratorischen bzw. grippeähnlichen Erkrankungen finden Sie auf den Influenza-Internetseiten des Robert Koch-Instituts sowie ausführliche Ergebnisse auf Bevölkerungsebene auf den Webseiten von GrippeWeb.
Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage
9. Kalenderwoche 2026
Die Grippewelle hält seit der 48. KW 2025 an, der Höhepunkt der Grippewelle ist jedoch überschritten. Die RSV-Welle hält ebenfalls an. Influenzaerkrankungen betreffen weiterhin alle Altersgruppen. Die Zahl der Arztbesuche sowie die Zahl der Hospitalisierungen aufgrund akuter Atemwegserkrankungen blieben in den letzten Wochen unter den Werten der Vorsaison um diese Zeit. Seit Beginn der Grippewelle wurden häufiger Influenza A(H3N2)- als Influenza A(H1N1)pdm09-Viren nachgewiesen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 9. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche weiter gesunken und lag auf einem moderaten Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 9. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken und befand sich ebenfalls auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 9. KW 2026 in insgesamt 89 der 110 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A-Viren (28 %), gefolgt von humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 20 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 16 %). Von den 31 nachgewiesenen Influenzaviren waren 18 A(H3N2)- und 13 A(H1N1)pdm09-Viren (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren). Untersuchungen des Konsiliarlabors für RSV, hMPV und PIV zeigen, dass RSV-Infektionen zu ähnlichen Anteilen durch RSV A und RSV B (RSV A: 49 %, RSV B: 51 % bei 0- bis 4-Jährigen) hervorgerufen werden.
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 9. KW 2026 weiter zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 25 % Influenza-, 18 % RSV- und 1 % COVID-19-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 9. KW 2026 in 15 der 34 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A-Viren (17 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten RSV-Fälle ist in der 9. Meldewoche (MW) leicht gestiegen. Dagegen sind die Zahlen der Influenza-Fälle und der COVID-19-Fälle weiter gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linie NB.1.8.1 wurde in der 6. und 7. KW 2026 mit einem Anteil von 61 % und die Linie XFG mit einem Anteil von 31 % unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Die Werte für die RSV-Last im Abwasser sind insgesamt gesunken. Die Influenza A-Viruslast im Abwasser geht seit drei Wochen zurück. Die SARS-CoV-2-Last ist weiterhin niedrig.
Aktualität der Daten und Download des Berichts

Die Ergebnisse der virologischen Untersuchungen werden täglich aktualisiert auf Diagramme (s. Menüleiste links) veröffentlicht. Zur soliden Bewertung der
epidemiologischen Situation erfolgt die Auswertung im wöchentlichen Rhythmus.
Die Ergebnisse der syndromischen und virologischen Surveillance werden im ARE-Wochenbericht fachlich eingeordnet und bewertet. Der ARE-Wochenbericht erscheint mittwochs.
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